Antwort der Stadt Paderborn - Deutsch-polnische Städtepartnerschaften

LSBTI-freie Zonen in Polen

Antwortschreiben der Stadt Paderborn auf den Brief des LSVD zur bestehenden Städtepartnerschaft mit Polen

Sehr geehrter Herr Mertens,
herzlichen Dank für Ihre Informationen und Anregungen.

Wir hatten bereits vor einiger Zeit, über die von Ihnen beschriebene Beschlussfassung des Rates der Stadt Przemysl Kenntnis erlangt und die Stadt Przemysl gebeten. Nach Sichtung der LGBT-Erklärung, die der Rat der Stadt Przemysl im August 2019 abgegeben hat, hat der Bürgermeister der Stadt Paderborn, Herr Michael Dreier, den Bürgermeister der Stadt Przemysl, Herrn Bakun, angeschrieben. Er teilte ihm mit, dass die Stadt Paderborn jede Form der Diskriminierung vehement ablehnt. In Paderborn herrsche ein gutes Miteinander in der Stadtgesellschaft. Hier leben über 150.000 Menschen aus ca. 140 Nationen friedlich zusammen. Unter den 150.000 Menschen seien nicht nur Frauen und Männer, sondern eine Vielzahl geschlechtlicher Identitäten und Menschen mit unterschiedlichster sexueller Orientierung. Sie alle sorgen für gesellschaftliche Vielfalt. Der Wunsch des Bürgermeisters der Stadt Paderborn sei es, dass sie alle sich wohl in Paderborn fühlen, dass niemand ausgegrenzt oder diskriminiert werde. Verständnis und Toleranz fange im Kleinen an, das gelte für Politik und Verwaltung genauso wie für das Leben in unseren Familien, in der Schule, am Arbeitsplatz, in unseren Kirchen, in Vereinen und Verbänden. Er wünsche sich ferner, dass dieser freiheitliche Grundgedanke auch in unserer Partnerstadt Przemysl gelebt und die Würde jedes einzelnen Menschen, egal welchen Geschlechts und welcher Neigung, geachtet werde.

Im Nachgang dieses Schreibens hat darüber hinaus eine telefonische Kontaktaufnahme zwischen beiden Bürgermeistern stattgefunden, in der Herr Dreier seinen, bereits schriftlich dargelegten Standpunkt, nochmals unterstrichen und sehr deutlich gemacht. Vor diesem Hintergrund hat Herr Bakun die konkrete Erklärung kurz erläutert und deutlich gemacht, dass keine Anfeindungen gegenüber der LGBT-Bewegung stattfänden. Er sagte zu, die Erläuterung nochmals schriftlich zu verfassen und der Stadt Paderborn zu übermitteln. Auf diese Erklärung warten wir aktuell.

Mit freundlichen Grüßen
i.A.

Michael Scholle

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