Welche Bundesländer haben Aktionspläne gegen Homo- und Transphobie?

Ein Überblick

Nach einer Reihe von gewalttätigen Angriffen auf Lesben, Schwule und Transgender im Sommer 2008 fordert LSVD-Bundesvorstand Günter Dworek einen Nationalen Aktionsplan gegen Homophobie, um alltäglicher Ausgrenzung entschlossen entgegenzutreten. 2009 verabschiedet Berlin den ersten Aktionsplan auf Landesebene. Seitdem ist der LSVD auf Landes– und Bundesebene bei der Initiierung und Umsetzung von Aktionsplänen beteiligt.

Berlin, Sommer 2008: Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wird beschädigt, eine Reihe von gewalttätigen Angriffen auf Lesben, Schwule und Transgender erschüttert die Hauptstadt. Bei einer Kundgebung am 18. August fordert LSVD-Bundesvorstand Günter Dworek einen Nationalen Aktionsplan gegen Homophobie, um alltäglicher Ausgrenzung entschlossen entgegenzutreten.

Unter den Anwesenden sind mit Thomas Birk und Anja Kofbinger von Bündnis 90/ Die Grünen zwei Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses. Sie nehmen das Anliegen für das Land Berlin auf und stellen einen entsprechenden Antrag im Berliner Parlament, der in den Ausschüssen landet. Klaus Lederer (Die Linke), Mitglied der Regierungskoalition von SPD und Die Linke, entwickelt den Antrag weiter, so dass dieser im August 2009 einstimmig verabschiedet wurde. Seitdem ist der LSVD auf Landes– und Bundesebene bei der Initiierung und Umsetzung von Aktionsplänen beteiligt.