ILSE - Initiative lesbischer und schwuler Eltern

ILSE - die Initiative lesbischer und schwuler Eltern besteht aus vielen regionalen Gruppen. Dort können sich (werdende) Eltern treffen und austauschen, sei es über die Realisierung des Kinderwunsches, die rechtliche Anerkennung als Eltern oder über das alltägliche Coming-out als Regenbogenfamilie.

Es gibt eine Menge Lesben und Schwule, die Kinder haben. Als Paar, alleine, oder in anderen Konstellationen. Das Leben mit Kindern verändert vieles: Es ist mächtig schön und mächtig anstrengend.

Die Alltagsprobleme von uns lesbisch-schwulen Eltern unterscheiden sich kaum von denen heterosexueller Eltern. Allerdings haben wir ungünstige Rahmenbedingungen: Wir werden nicht als vollwertige Familien anerkannt. Im Lebenspartnerschaftsgesetz werden wir so gut wie nicht berücksichtigt: Paare mit Kind(ern) haben in der Regel nach dem Eintrag erhebliche finanzielle Nachteile (keine steuerliche Berücksichtigung, aber z. B. gemeinsame finanzielle Veranlagung beim Kindergartengeld).

Diese ganzen Unwägbarkeiten führen zu Angst, (»Was passiert, wenn ich sterbe – wo wird/werden unser/e Kind/er leben?«) zu Wut (»Meine Freundin ernährt uns und wir müssen den höchsten Steuersatz bezahlen …«) und zu Unverständnis (»Familie ist, wo Kinder sind. Hier sind Kinder – und?«).

Wir wollen Regenbogenfamilien unterstützen, sei es mit der Realisierung des Kinderwunsches oder mit klärenden Diskussionen über das Coming-out lesbisch-schwuler Eltern/ Alleinerziehender. Egal welches Thema gerade ansteht – mit Ideen von anderen ist oft schon viel geholfen.

Wir wollen unsere Kinder stark und stolz machen durch die Erfahrung gesellschaftlicher Anerkennung und durch das Wissen, dass sie nicht allein sind.

Die Bundesweite Initiative lesbischer und schwuler Eltern ist ein Netzwerk, das wir Ende 2000 mit anderen Gruppen gegründet haben, um uns als starke Gemeinschaft auf den Weg zu machen. Kontakt: ilse(at)lsvd.de