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LSVD-Projekt „Queer Refugees Deutschland“

Kurzvorstellung im 12. Bericht der Integrationsbeauftragten „Deutschland kann Integration“

Das bundesweite LSVD-Projekt „Queer Refugees Deutschland“ berät, unterstützt, vernetzt und informiert LSBTI, die nach Deutschland geflüchtet sind oder sich auf der Flucht befinden.

Das bundesweite LSVD-Projekt „Queer Refugees Deutschland“ berät, unterstützt, vernetzt und informiert LSBTI, die nach Deutschland geflüchtet sind oder sich auf der Flucht befinden. Unser Team Lilith Raza und Ina Wolf ist Anlaufstelle für geflüchtete LSBTI und Mitarbeitende von Flüchtlingsunterkünften und Asylberatungsstellen. In ihrem 12. Bericht „Deutschland kann Integration: Potenziale fördern, Integration fordern, Zusammenhalt stärken“ stellt Annette Widmann-Mauz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, unser Projekt kurz vor. Wir dokumentieren den Ausschnitt.

Projekt „Queer Refugees Deutschland - Beratung von und self-empowerment für LSBTI-Flüchtlinge“

Seit 2017 fördert die Beauftragte das Projekt „Queer Refugees Deutschland – Beratung von und self-empowerment für LSBTI-Flüchtlinge sowie Schulung und Stärkung der Beratungskompetenz von Einrichtungen für LSBTI-Flüchtlinge“*.

Bereits im Rahmen des ersten Fachgesprächs zu Gewaltschutz im Jahr 2017 wurde ein großer Bedarf an Beratung von LSBTI-Menschen mit Fluchterfahrung identifiziert. LSBTI-Geflüchtete sind regelmäßig als besonders schutzwürdig einzustufen. Sie sind in besonderem Maße sowohl Mehrfachdiskriminierung als auch mehrdimensionalen Diskriminierungsstrukturen in verschiedenen Lebensbereichen ausgesetzt bzw. fürchten entsprechende Stigmatisierungen und Gewalt.

Queer Refugees Deutschland (QRD) ist das erste bundesweite Projekt, das spezielle Unterstützungsstrukturen für die Zielgruppe anbietet. QRD baut eine Brücke zwischen Flüchtlingsberatung einerseits und LSBTI-Beratung andererseits. QRD bietet mehrsprachige Informationen, Beratung, Schulungen und Empowerment-Arbeit für LSBTI-Flüchtlinge und für Personen im Umfeld der Betroffenen (z. B. Security, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer) an.

Das Projekt wird vom Familien- und Sozialverein des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland durchgeführt.“

* Dieses Projekt wird aus dem Haushaltstitel „Integrationspolitische Maßnahmen“ (früher: Nationaler Aktionsplan Integration) gefördert.

Zitiert nach: Deutschland kann Integration: Potenziale fördern, Integration fordern, Zusammenhalt stärken. 12. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (vom 03.12.2019) (S. 127f.)

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